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Sonntag, 16. Mai 2010
Während unseres Urlaubs in Japan hatte ich mangels sprachlichem Verständnis wenig Gelegenheit fernzusehen (außer Sumo und Baseball) und auch kein Internet - das heißt viel Zeit zum lesen. Auf unseren über 4.000km im Zug quer durch Japan gabs auch viel Zeit dafür ... So wurden es in 3 Wochen folgende 4 Bücher die ich gelesen habe:


Das Buch der lächerlichen Liebe
buch-der-laecherlichen-liebe-kundera-coverVon Milan Kundera - Das Buch besteht aus Erzählungen, Kurzgeschichten. Ich erinnere mich einmal mit Kunderas "der Scherz" begonnen zu haben - das Buch hat mich nicht gefesselt. Die Geschichten im Buch der lächerlichen Liebe waren anders - locker, flockig, leicht, sie zogen mich in die Welt der Tschechoslowakei der 60er Jahre. Die Geschichten sind einfühlsam, amüsant und schön und mehr als einmal erinnert man sich an Situationen in denen man ähnlich empfand.


Ein schönes Attentat
Ein-schoenes-Attentat-Assaf-Gavron-CoverVon Assaf Gavron - Dieses Buch habe ich am Flughafen in Wien kurz vor dem Abflug gekauft, weil mich der Klappentext spontan angesprochen hat. Ein junger erfolgreicher Israeli wird innerhalb kurzer Zeit Opfer von 3 Attentaten und überlebt diese - dadurch lernt er nicht wissentlich seinen Attentäter kennen. Das Buch ist rasant, wirkt sehr authentisch und echt. Es fesselt und ich habe es verschlungen - Das Buch wird niemals einseitig sondern bleibt erstaunlich ausgewogen. Man fragt sich warum der Israel Konflikt so unlösbar scheint, wenn es so tolle und reflektierte Literatur darüber gibt.


Die Heimkehr
Die-Heimkehr-Bernhard-Schlink-CoverVon Bernhard Schlink - Mich hat vor allem sein Vorleser begeistert. Ich habe die Heimkehr von meinem Bruder vor 3 Jahren zum Geburtstag bekommen und erst jetzt gelesen. Es wird das Leben der zentralen Figur Peter Debauer sehr feinsinnig und ziseliert erzählt. Seine Kindheit, das Erwachsen werden und der nicht endende Weg zu sich selbst. Ein wunderschönes Buch das unprätentiös große Gefühle behandelt.



Mit Staunen und Zittern
mit-staunen-und-zittern-amelie-nothomb-coverVon Amelie Nothomb - Dieses Buch habe ich mir glaube ich vor Jahren von der Frau Kollegin ausgeborgt. Beim ersten Versuch kam ich über Seite 25 nicht hinaus. Der Urlaub in Japan hat sich ideal für einen neuerlichen Anlauf angeboten. Diesmal konnte ich nicht nachvollziehen warum ich dieses Buch nicht gleich beim ersten Mal verschlungen habe. Erzählt mit Witz, Verve und beim Reisen durch Japan konnte man sich sehr vieles sehr gut vorstellen. Ein sehr unterhaltsames Buch!

Dienstag, 4. August 2009
Folgende Bücher habe ich in meinem Sommerurlaub 2009 in Frankreich gelesen:

Die Stadt der Blinden von Jose Saramago

Das Buch habe ich während meines Klosteraufenthalts begonnen und erst im Urlaub fertiggelesen. Ein teilweise anstrengender Schreibstil ohne Satzzeichen, den ich aber eher als gelungenes Stilmittel verstanden habe - es fördert die Beklemmung. Das Buch fesselt und ist beeindruckend - aber alles andere als lustig flockige Urlaubslektüre.

Die Päpstin von Donna Woolfolk Cross

OK ich gebs zu. Seit dem Medicus von Noah Gordon habe ich einen Hang zu Historienromanen. Ein herrlicher Ausflug in Fantasiewelten, wobei mir ein einigermaßen realistischer Bezug zur jeweiligen Zeit wichtig ist. Das Buch ist aber trotz oder wegen seiner oberflächlichen Schreibe eine wunderbare Urlaubslektüre für 3 Tage am Strand gewesen. Kommt an den Medicus natürlich lange nicht heran.

Meine Preise von Thomas Bernhard

Dieses Buch habe ich aufgrund einer Vorstellung in der Zeit zum Geburtstag bekommen. Ein erstaunlich lustig, luftiges und unglaublich unterhaltsames Buch. Ich weiß nicht ob es noch andere Bernhard Bücher gibt wo man mitten im Lesen laut auflacht. Eine ganz warme Empfehlung ...

Ruhm von Daniel Kehlmann

Österreichs derzeit beliebtester Kulturkritiker hat unabhängig von seinem vieldiskutierten Talent für Ansprachen ein ganz wunderbares Buch geschrieben, das eine ganz feine Feder führt. Einzig die Geschichte mit dem Blogger ist dann wohl doch allzu sehr ins langweilig klischeehafte abgeglitten - aber das musste ja sein ;-) Das Buch selbst ist sehr zu empfehlen.

Donnerstag, 21. August 2008
Erst durch Zufall bemerkte ich, dass meine Bücher Kategorie schwer vernachlässigt wurde. Ich komme weniger zum Lesen, das stimmt, aber ich habe doch seit AUG 2006 das eine oder andere Buch gelesen, das ich gerne empfehle.

Menschen, Medizin und Ethik

Buchcover-Alles-was-wir-geben-musstenKazuo Ishiguros Alles was wir geben mussten ist ein heftiges Buch. Das Buch erzeugt Beklemmung, schnürt manchmal den Brustkorb ein und verfolgt dich bis in deine Träume. Es lässt dich nicht los und du musst es verschlingen. Es handelt von einer Zukunftsvision der Menschheit im Kontext von Medizin und Ethik. Mehr soll nicht verraten werden, aber das Buch wärmstens empfohlen. Gelesen in Belize auf Caye Caulker im JAN 2008.




Liebe die verrückt macht

Buchcover-von-der-Liebe-und-anderen-DaemonenGabriel Garcia Marquez schrieb von der Liebe und andere Dämonen. Ein Titel der die Identifikation leicht macht - das hat jeder schon einmal erlebt. Die Liebe die Gefahr läuft einen verrückt zu machen. Wenn Marquez das wie ein Historiendrama in der schwülen Tropenluft der Karibik inszeniert spürt man in das Buch hinein. Ich habe das Buch noch dazu in Guatemala gelesen und fühlte mich wie direkt in die Szenerie versetzt - ein tolles Gefühl. Das Buch verschlingt man in 3 Tagen.

Flirten 2.0?

Buchcover-Gut-gegen-NordwindDaniel Glattauer schrieb Gut gegen Nordwind. Ein eMail Roman. Flirten in der Welt des Internets und eMail. Das Buch saugt einen auch hinein und so wirklich aufhören konnte ich nicht. Aber die Emmi Rothner und auch der Leo Leike waren mir anfangs sympathisch und wurden mir immer unsympathischer. Massiv! Am Ende hatte ich sehr heftige Aversionen, bzw. Agressionen gegen beide. Keine Ahnung warum? Am Ende des Buches war ich auch eifersüchtig - weil wer anderer Leo Leike ganz toll fand. Aber das ist eine ander Geschichte ... Eigentlich ist das auch ein richtiges Frauenbuch (muß man ehrlich sagen!).

Machtkampf auf der Couch

Buchcover-die-rote-CouchIrvin D. Yalom schrieb die rote Couch. Ein ambitionierter Psychoanalytiker wird mit einem faszinierenden Fall konfrontiert. Jahre später läuft er Gefahr in eine ähnliche Situation zu kommen. Es werden komplexe Gebäude wechselseitiger Befindlichkeiten, Gefühle und Szenarien aufgebaut, beleuchtet und reflektiert. Mehrere Geschichten ineinander verwoben stehen für unterschiedliche Persönlichkeitstypen und Ihre Entwicklungspfade. Wer sich für die Möglichkeiten menschlicher Entwicklung interessiert wird mit diesem Buch seine Freude haben. An manchen Stellen, ein wenig zu belletristisch ...

Es hätte so sein können!

Buchcover-und-Nietzsche-weinteIrvin D. Yalom schreibt über eine fiktive Begegnung von Dr. Breuer und F. Nietzsche in der Geburtsstunde der Psychotherapie in "und Nietzsche weinte". Ein großartiges Buch (viel besser als die rote Couch)! Die Charaktere sind dicht gezeichnet in Ihrer inneren Zerissenheit und dem Aufrechterhalten Ihrer Fassade unter Aufbietung aller Ihrer Kräfte. Schrittweise nähern Sie sich einander an und bemerken schließlich wie Sie sich in der Anerkennung Ihres Leids gegenseitig heilen können. Ein wunderschönes und gefühlvolles Buch. Ich habe es schon oft empfohlen und mehr als einmal Freunden geschenkt.

Weltliteratur im Spiegel des eigenen Tuns

Buchcover-Tod-eines-HandlungsreisendenSchließlich las ich Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller. In meiner Situation fiel es mir leicht mich mit der Figur des Willy Loman zu identifizieren - auch wenn ich mein eigenes tun nicht so tragisch, so traurig sehe. Aber ich konnte seine Verzweiflung und seinen trotzdem so unerschütterlich zur Schau gestellten Optimismus sehr gut nachvollziehen. Das alles in den harten Jahren der Weltwirtschaftskrise. Die selben Zwänge und harten Situationen die unsozial und herzlos wirken haben an Aktualität durch all die Jahre nie verloren. Für mich war es berührend und an vielen Stellen traurig. In seinem Kontrast wunderbar passend ist der Artikel Der Vertreter im neuen brandeins.

Das sind Bücher die ich sehr gerne gelesen habe - wenn wer tolle Empfehlungen basierend darauf hat, freue ich mich sehr darüber!

Montag, 14. August 2006
* Nachtzug nach Lissabon
von Pascal Mercier. Ein grandioses und ganz wunderbares Buch. Eine unglaubliche sprachliche Finesse, allein deshalb lohnt es sich zu lesen. Nach dem Buch will man portugiesisch lernen und auf der Stelle nach Lissabon fahren. Ich hab es in 4,5 Tagen verschlungen.

* Traumatische Tropen
Wenn Nigel Barley über seine Erfahrungen als Ethnologe in der Feldforschung in Kamerun bei den Dowayos schreibt dann bleibt kein Auge trocken und man hört beinahe die Moskitos hinter seinem Ohr summen.

* Ignaz oder die Verschwörung der Idioten
Der arme John K. Toole hat sich 32jährig umgebracht weil er keinen Verleger für sein Buch fand. Auf welche Bücher wir dadurch verzichten müssen! Man ertappt sich selbst dabei wie man laut auflacht bei dieser Tour de Force durch das New Orleans von 1960 (ca?)... ein must read!

* Das letzte Mal ums Horn
Sowas muß man lesen wenn man auf einem Motorsegler durch indonesische Gewässer tuckert. Oberflächliche aber nette und leichte Kost... Die Geschichte von der letzten Fahrt eines Windjammers um Kap Horn bei den berühmten Weizenrennen von Australien nach England.

Mittwoch, 8. Februar 2006
Dieses Buch ist das böseste in Sachen Humor, was mir bisher untergekommen ist. Die Titanic ist das einzige was ich kenne und dem auch nur Nahe kommt. Heinz Strunk berichtet aus einer Welt mit dermaßen ungefiltertem Zynismus dass es eine helle Freude ist. Alle Wort der Beschreibung sind nicht treffend genug, daher ein paar Schmankerln:

Szene vor einem Auftritt:

Zum Umziehen gingen wir in das Kabuff, wo sich, dem Geruch nach zu urteilen, schon viele tausend Menschen erbrochen hatten. Wie immer beäugten wir uns misstrauisch. Ob wohl wieder jemand dicker geworden war? Der körperliche Verfall schien unaufhaltsam. Meine Güte, was für ein ausladendes Becken Norbert doch hatte. Wenn die Weiber auf irgendwas nicht stehen, sind das dicke, breite Pos. Dicker Beine, na ja, dicker Bauch, zur allergrößten Not vielleicht auch noch, aber ein hüftsteifer Brummkreiseltyp, unter keinen Umständen. Torstens mächtige Schenkel leuchteten fast so weiß wie meine. […] Gurki sah furchtbar aus mit seiner Fettplauze am sonst hageren Körper. Und dann die schlechte Haltung. […] Naja, ich war der letzte der sich hier aufregen durfte. Für meine durch fortgesetzten Bierkonsum bereits bedenklich gewachsenen Herrentitten würde ich in absehbarer Zeit wahrscheinlich einen Büstenhalter benötigen….

Schwere Zeiten warten auf die Tanzmucker:

Tiffanys hielten es für durchaus möglich, dass dies unser letztes Silvesterfest überhaupt als Tanzband war. Als wir die möglichen Konsequenzen der Wiedervereinigung durchspielten, erschien uns sofort das dunkle Gespenst der Ostmucker, die uns von den Futtertrögen vertreiben würden. In der DDR mussten alle Berufsmusiker studiert haben. Die waren den Westmuckern handwerklich haushoch überlegen. Jetzt würden Heerscharen vorzüglich ausgebildeter Instrumentalisten über das ehemalige Zonenrandgebiet in den Westen einsickern und mit Ihren Dumpingpreisen den Markt kaputtmachen. Im Schlepptau der DDR Musiker kämen, Ungarn, Bulgaren und wer weiß was noch. Für uns würde nichts mehr übrig bleiben. […] Vielleicht würden uns hämisch grinsende Usbeken noch 1000 Mark für die Namensrechte an Tiffanys anbieten, Vogel friss oder stirb.

da gibts nur kaufen! ;-)

Mittwoch, 3. August 2005
das neue Buch von Jason Starr. Ich war schon von Top Job beeindruckt und auch dieses Buch beginnt großartig...

hard feelings cover
die nächsten Tage werden eiskalte U-Bahnfahrten haben...

Dienstag, 26. Juli 2005
Ein faszinierendes Buch - geschenkt vom Schwesterherz zum Geburtstag. Handelt von Menschen in Bulgarien, in Wien und immer liegen schöne Dinge und schreckliche sehr knapp beisammen.

licht ueberm kopf

Dinev schreibt poetisch, einfühlsam und sehr unmittelbar. Mich fesselt dieses Buch. wirklich empfehlenswert.

Montag, 25. Juli 2005
Gestern am Nachmittag in 2 Std. in der Sonne liegend gelesen. Yo, eine Reise zum Glück. Eine süße Geschichte von einem Seehund, der in seiner Seehundkolonie nicht mehr glücklich ist und sich aufmacht um das Glück zu finden. Viele wahre Worte und eben angenehm fern den "in 10 Schritten zum ewigen Glück" Büchern. Sehr unterhaltsam und empfehlenswert. Meine Schwester hats meinem Vater zum Vatertag geschenkt... der hatte natürlich noch keine Zeit es zu lesen...

Montag, 27. Dezember 2004
Wieder mal sehr nette Bücher bekommen. 3 die ich allen interessierten besonders ans Herz legen will:

Die Hundeesser von Sivina
Ein erschütterndes Buch über die Situation der Roma im Osten der Slowakei, einem EU Mitgliedsland, näher zu Wien als Bregenz.

Svinia, ein Ort im Osten der Slowakei, in der Erweiterungszone der Europäischen Union; und ein Ort, wie aus der Zeit und der Welt gefallen. Dort leben die Ausgestoßenen unter den ärmsten der Europäer, Roma, die so lange umgesiedelt, verfolgt, missachtet wurden, bis sie ihre eigene Geschichte vergaßen. Die 700 in Svinia lebenden Menschen werden selbst von den anderen Roma verachtet, weil sie als Degesi, als "Hundeesser", gelten und eine Kaste der Unberührbaren bilden. Von dieser fremden, nahen Welt berichtet dieses Buch, mit dem uns Karl-Markus Gauß aufs Neue das Staunen über Europa lehrt.
"Dort, wo das größte Elend herrscht, stieß ich immer wieder auch auf eine rätselhafte Lebenskraft." (Karl-Markus Gauß)

Surfing
Ein Buch mit wunderbaren Vintage Graphics über den feinsten Sport, nein die feinste Lebenseintellung die es gibt.

Zwischen der Geburtsstunde des Surfens in den 20ern bis zu seiner Hochphase gegen Ende der 50er beeinflusste dieser Trendsport die meisten Bereiche gesellschaftlichen Lebens. Das Buch fasst Memorabilia dieser Zeit in Form von Postkarten, Zeitschriften und Photographien sowie einer Top-Ten der besten Surfstrände, -Stars & -Songs zusammen.

Lullaby
Ein Buch von Chuck Palahniuk, von meinem Bruderherz, auf das ich besonders gespannt bin.

Carl Streator, ein verwitweter Reporter um die vierzig, recherchiert für eine Artikelreihe über Fälle von plötzlichem Kindstod und stößt dabei auf eine merkwürdige Gemeinsamkeit: In den Kinderzimmern der verstorbenen Babys findet er den Sammelband »Gedichte und Lieder aus aller Welt«, und immer ist dieser auf Seite 27 aufgeschlagen. Furchtbare, verdrängt geglaubte Erinnerungen werden in Streator geweckt, denn er erkennt sowohl das Buch als auch das afrikanische Wiegenlied, das auf jener Seite abgedruckt ist, wieder. Vor zwanzig Jahren hatte er das Gedicht seiner kleinen Tochter und seiner Frau vor dem Einschlafen vorgelesen; am nächsten Morgen waren beide tot. Todesursache: unbekannt....

Freitag, 12. November 2004
20 min vor dem Abflug nach Bali dachte ich mir, "ein Buch fehlt mir noch". Ging in den Flughafenzeitschriftenladen und suchte. Es sah nicht gut aus. In letzter Minute fand ich Reise im Mondlicht von Antal Szerb.

Reise im Mondlicht war das einzige Buch, dass ich im Urlaub gelesen habe. Aber es war grossartig. Poetisch, verträumt, dicht, mitreissend, packend, fesselnd, spannend. Ich habe jede Seite genossen und kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen.

Viel bessere Rezensionen als ich sie liefern könnte finden sich bei Perlentaucher.de:

Ilma Rakusa nennt Antal Szerbs "Reise im Mondlicht" das "kleine Meisterwerk eines ungarischen Weltbürgers". Dass der bereits 1937 geschriebene Roman nach so langer Zeit erscheinen konnte, sei vor allem Christina Viragh zu verdanken, von deren Übersetzung die Rezensentin begeistert ist. "Reise im Mondlicht" ist die Odyssee zweier gegensätzlicher Charaktere, die nach ihrer kurzen Hochzeitsreise durch Italien gleich wieder ihrer eigenen Wege gehen. Während der sentimentale und todessehnsüchtige Mihaly von seiner Vergangenheit magisch angezogen wird, stellt sich die rationale Erzsi mutig der Gegenwart. Die Rezensentin ist fasziniert von den "schillernden Widersprüchen" und erfreut sich an dem Gleichgewicht des "Irrational-Somnambulen und der an Tatsachen orientierten Ratio" sowohl in inhaltlicher als auch in sprachlicher Hinsicht. So birgt die "betörende" Reise bis zum Schluss ungeahnte Möglichkeiten und besticht durch seine "eigenartige Leichtigkeit".
Bleibt nur noch zu sagen, dass ein anderer, mir sehr naher Mensch vor 2 Monaten auch auf einen Surfurlaub gefahren ist, auch kurz vor der Abreise ein Buch gekauft hat, den Titel und den Autor nie zuvor gehört hat, der auch nur ein einziges Buch in diesem Urlaub gelesen hat, der auch davon begeistert war - und dem hab ich vor 3 Tagen von meinem Buch erzählt. Gibt es solche Zufälle?