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Dienstag, 16. Oktober 2012
Armin Wolf hat soeben eine Übersicht zur Entwicklung der österreichischen Staatsschulden gepostet:

Staatsschulden

Das bedeutet bei rund 8,46 Mio Österreichern hat jeder einzelne von uns ca. EUR 25.000,- Schulden. Mit einem Blick auf die persönlichen Finanzen, ist das für Herrn und Frau Durchschnittsösterreicher erschreckend.

Jedem Kind wird dabei klar, dass so eine Situation den Investitionsspielraum drastisch einschränkt. Jeder Unternehmer oder wirtschaftlich denkende Mensch weiß jedoch, wo nicht investiert wird, kann nichts wachsen.

Mit einem Blick in die restlichen Welt, wird mir jedoch Tag für Tag bewusst, dass es mir und den Menschen in Österreich sehr sehr gut geht - bei all dem typisch österreichischen sudern und jammern.

Damit das so bleibt muß man aber in die Zukunft investieren. Am besten in Bildung. Da aber das österreichische Bildungssystem seit Jahrzehnten und für Jahrzehnte in parteipolitisch motiviertem Stellungskrieg steckt habe ich wenig Hoffnung in das System bzw. spontane Veränderung.

Doch man kann was ändern - durch selbsbestimmte/-organisierte Investitionen

Warum nicht das Modell des Public Private Partnership auf die Bildung übertragen?

Ein kleines Rechenbeispiel

Es gibt in Österreich rund 3,650 Mio Haushalte und rund 11,3% davon haben ein Nettovermögen (Finanz- und Sachwert abzüglich aller Schulden) von EUR 500.000,- und mehr. Um hier den Immobilienbesitz herauszurechnen - rund 10% der Haushalte verfügen über ein durchschnittliches Geldvermögen von EUR 300.000,- (siehe Seite 244)

Ich bin der Meinung, dass ein guter Teil dieser Menschen für eine Investition in eine Bildungsoffensive zu gewinnen ist.

Gehen wir von den Top 10% beim Geldvermögen aus - wir sprechen also von rund 350.000 Haushalten in Österreich die mehr als EUR 300.000,- Geldvermögen besitzen. Annahme: Davon können wir 10% dafür begeistern jeweils EUR 25.000,- in staatlich garantierte Anleihen zu 0% Zinsen mit 10 Jahren Laufzeit zu investieren, die zweckgebunden in eine Bildungsoffensive (dazu notwendig wäre eine attraktive inhaltliche + institutionelle Ausgestaltung abseits des dysfunktionalen Bildungsselbsterhaltungsystems) fließen. Die Initiative(n) würden nach Ideen des PPP organisiert sein.

Das Investitionsvolumen würde EUR 875.000.000 betragen.

Die Kapitalbeschaffungskosten wären eine (Werbe-)Kampagne bzw. die Abwicklungskosten eines solchen Modells. Konkret sichtbar sollten attraktive leistungsbezogene Ausbildungsangebote sein, die betroffene junge Menschen ansprechen und dazu aktivieren in Ihrem persönlichen Umfeld "Investoren" von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit solcher Investitionen zu überzeugen.

Ich persönlich würde investieren - wenn mich Inhalte, System und Modell überzeugen, als einen zusätzlichen Beitrag zur Zukunftssicherung Österreichs.

Offene Fragen die mich beschäftigen:

Gibt es Potential für so etwas in Österreich?

Was sind die Haken und Ösen an so einer Geschichte?

Wo könnte man solche Ansätze eines Investitionsmodells der Zivilgesellschaft noch anwenden? (Pflege, Mobilität, Energie, etc.)

Gibt es internationale Beispiele für vergleichbare Modelle?

Was könnte man mit EUR 875.000.000 im Bildungsbereich bewirken?

Freitag, 4. März 2011
Heute habe ich einen kleines Päckchen von zurückzumursprung bekommen. Als Blogger der gerne über Essen schreibt wurde ich anscheinend als Multiplikator identifiziert. Über die Kräuter freue ich mich - danke! Es ist Krauspetersilie, Koriander und Thymian.

Als Experte schau ich mir natürlich das Anschreiben auch sehr genau an und folgendes ist mir dabei aufgefallen:

* Mein Blog ist NICHT "1 x umrühren bitte" - das ist der Kochtopf! Hat man einfach copy / paste vergessen meine Blogurl einzukopieren? Oder hat man beim Kochtopf das twoday.net Impressum angeclickt und es mit mir als GF von vi knallgrau in Zusammenhang gebracht? So oder so, schlampig!

* Wer ist das "Zurück zum Ursprung Team"? Gerade in Social Media hätte ein Unternehmen die Chance als Menschen mit Menschen zu sprechen. Wer schreibt mir denn? Der Fritz, der Peter oder ist es Johanna? Zum Zurück zum Ursprung Team baue ich keine Beziehung auf - zu einem Menschen, der das Team vertritt vielleicht schon.

Zurueckzumursprung_Bloggerseeding

Der Scan des Anschreibens zum Download:
BloggerSeeding_Zurueckzumursprung (jpg, 368 KB)

Donnerstag, 10. Juni 2010
Ein schönes Geburtstagsgeschenk, das Produkt erstmals in den Händen zu halten - sehr schön. Ein Social Media Manual für die Voestalpine!

social-media-manual-voestalpine

Donnerstag, 20. Mai 2010
Here they are:

Serif fonts.
Big Headings.
Multi Column Layouts.
Big Lead Image.
Diagrams and Infographics.
Minimalist and Grid Design.
One Page Layouts.
Massive White Space.
Typographic Layouts.
CSS3 Animation.
Rounded Corners.
Box and Text Shadows.
RGBa and Opactiy.
Mobile Compatible Design.
Clean Illustrations.
Textured Backgrounds.
Thumbnails.
Watercolor.
Handwriting.
Social Media.
Fixed Elements.

quite a list - learn more here. via smeidu

Donnerstag, 18. März 2010
Das Marketing Review der Universität St. Gallen hat seinerzeit ausführlich über unsere Aktivitäten anlässlich des Launchs des BMW X1 Concept Cars am Pariser Motorsalon in den sozialen Medien ausführlich berichtet.

next-corporate-communication-st-gallen-konferenz

Die Ergebnisse dieser Social Media Kampagne sind auch aus heutiger Sicht richtungsweisend! Die Universität St. Gallen verfolgt dieses Thema, vertreten von Herrn Dr. Alexander Rossmann, nunmehr weiter und veranstaltet den Kongress Next Corporate Communication am kommenden Donnerstag dem 25.03.2010 in St. Gallen.

Folgende Fragestellungen werden wissenschaftlich fundiert bearbeitet:

* Welche Chancen und Risiken entstehen aus der Anwendung der Möglichkeiten des Web 2.0 in Marketing und Corporate Communication?

* Wie sind die Partner der Wertschöpfungskette durch entsprechende Lösungen tangiert (z.B. Agenturen, Technologieanbieter, Unternehmen, Kunden der Unternehmen, etc.)?

* Wie lassen sich Web 2.0-basierte Kommunikationslösungen in Corporate Communcation und Marketing umsetzen?

* Welche Formen der Umsetzung sind in Bezug auf Web 2.0 orientierte Kommunikationslösungen sinnvoll und möglich?

* Wie stark sind derartige Lösungen bereits in der Praxis umgesetzt?

* Welche Erfolgsfaktoren sind für die Umsetzung wesentlich?


Ich darf auf der Konferenz einen Workshop zum Thema Social Media Strategie halten:

Social Media Strategie
Dieter Rappold (vi knallgrau GmbH)

Was ist eine Social Media Strategie und was kann sie bewirken? Welche Abteilungen sind involviert und wo liegen die Verantwortlichkeiten? Welche internen und welche externen Zielgruppen kann ich mit den sozialen Medien erreichen, welche Ziele sind zu definieren und welche Kennzahlen sind daraus abzuleiten. Ist diese Herausforderung mit internen Ressourcen zu bewältigen oder benötigt ein Unternehmen dazu externe Unterstützung, und wenn ja an welchen neuralgischen Punkten. Wie muss sich eine Organisation systemisch entwickeln um soziale Medien erfolgreich in die Regelkommunikation integrieren zu können? Fragen wie diese werden in diesem Workshop anhand unterschiedlicher Blitzlichter aus der Praxis angerissen und im Anschluss diskutiert.

Ich freue mich auf einen sehr spannenden Tag und auf weiterer sehr interessante Gäste und Vortragende wie zum Beispiel Uwe Knaus der über die Erfahrungen mit dem Daimler Blog berichten wird!

Montag, 8. März 2010
aplusk-tweet-on-bmw-motorrad-video

Das ist sehr cool. Ashton Kutcher, a.k.a. "Mr. Twitter" himself, twittert über das neue Video von BMW Motorrad auf YouTube wo der immer wieder faszinierende Tischtuchtrick vorgeführt wird.



Das sind dann +300.000 Videoviews in 3 Tagen ;-)

Mittwoch, 10. Februar 2010
Ralf Schwartz schreibt im Werbeblogger kürzlich ausführlich darüber, warum das Thema ROI aus seiner Sicht im Kontext von Social Media überbewertet ist.

Vorweg - der Analyse kann ich nicht ganz folgen und ich bin anderer Meinung.

Ist es nicht (immer noch) zu früh, um über RoI oder Währung gar im Zusammenhang mit Social Media zu sprechen? [...] Verschenkt man damit nicht ein immenses Potential zur Annäherung der Marke an ihren Markt, an die Menschen dort draussen? Verpasst man damit nicht die immensen Chancen der Konversation und Partizipation?
... ich glaube wir rechtfertigen die Möglichkeiten der Annäherung indem wir messen!

... ich glaube wir sichern erst die Chance zu Konversation und Partizipation ab indem wir messen!

Tun wir das nicht, dann sind die Rahmenbedingungen für Projekte im Bereich sozialer Medien nur abhängig von den eloquenten Heilsversprechen der Apologeten und vom Bauchgefühl der Entscheider. Wenn ich die Wahl habe sichere ich meine Projekte doch lieber über Zahlen ab und schaffe fundamental haltbare Rahmenbedingungen?

Zu den einzelnen Thesen, die ich als Begründungen für die These "warum ROI nicht so wichtig ist" verstanden habe:

01 – Social Media ist Dialog auf Augenhöhe
Ja, Zustimmung. Das ist ja wertvoll, deshalb sollten wir die Wirkung messen.

02 – Social Media kann man nicht mit der Medienlatte messen
Ja, Zustimmung, deshalb sollten wir Wechselkurse anbieten.

03 – Social Networking muß man von der Pike auf lernen
Ja, natürlich - ich versteh nur nicht, warum uns das vom Messen aufhalten sollte?

04 – Social Media ist der Verzicht auf das Medium
Diskussionswürdig - aber warum sollte ich deshalb nicht messen?

05 – Social Media hat (noch) keinen währungs-relevanten ROI
"Zudem frustriert das Messen und Vergleichen jeden Anfänger." Sorry - da muß man wohl durch. Und nur ein klares Measurement Setup macht die handelnden Personen unabhängig von Ihren emotionalen Momentaufnahmen. Und gerade weil es den allgemeintgültigen ROI noch nicht gibt (nie geben wird?) ist das Messen umso wichtiger!

06 – Der frühe ROI verhindert seine eigene Optimierung!
Völlige Fehleinschätzung. Das Vorgehen führt zum allseits beliebten Reverse Engineering - schauen wir mal die Daten an, und dann tun wir die rückwärts interpretieren ... Wer vorab kein klares Bild entwickelt kann das noch weniger nach hinten raus.

07 – Social Media hat einen Nutzen
Social Medias Nutzen schlägt jeden heute verfügbaren ROI! ?? Das klingt nach purer Verzweiflung. Erinnert an Dinge wie "Es gibt nur einen Gott!" (Vorsicht, Fundamentalismus!).

NUR WEIL ES NOCH KEINE WELTFORMEL ZUM ROI VON SOCIAL MEDIA GIBT SOLLTEN WIR DAS MESSEN UND BEWERTEN VON AKTIVITÄTEN NICHT ÜBER BORD WERFEN!

Wir haben diese Weltformel auch nicht - ich glaube auch, die gibts nicht, die ist auch nicht notwendig. Was es aber braucht ist ein strukturiertes Setup - das könnte so aussehen:

Social-Media-Measurment-Setup

Entscheidend ist auch noch die Frage WO versuche ich einen ROI festzustellen?

... sicher nicht über die Anzahl der Fans
... sicher nicht über die Anzahl der Follower
... sicher nicht über die PIs

Wo und wie könnte ich also ansetzen einen ROI zu messen? Ich muß mit dem Kunden Ziele definieren (Was will ich erreichen). Daraus basierend kann ich Kennzahlen / KPIs definieren und ableiten (fließt in Tracking ein).

Einen ROI kann ich nur nahe am Prozeß festmachen der

- Kosten verursacht (Customer Care, Marketing, Werbung, etc.)
- Einnahmen erzeugt (Kauf, Wiederkauf, etc.)

Das heißt um einen ROI zu messen, müssen wir viel viel tiefer in die Prozesse auf Kundenseite denken und uns dort auch integrieren. Das ist aufwändig, komplex, teuer. Deshalb scheuen es Kunden oft, aber anders gehts nicht - der Rest ist wertlos, weil nicht messbar.

Samstag, 30. Januar 2010
Diese Woche hatte ich eine (Erst-)Präsentation für einen Kunden. Mir gegenüber saß jemand der sehr erfahren war und in seinem Leben als Corporate Communications Verantwortlicher schon viel gesehen hat.

Der Termin war gut und konstruktiv und wurde sehr wertvoll abgeschlossen, denn: "Ich schreibe an einem Buch und da werde ich drüber schreiben wie wenig Kommunikationsdienstleister von Ihrem eigenen Geschäft verstehen ..." begann er zu sprechen.

Und so erzählte er aus seinen Erfahrungen und aus seiner Praxis wie zum Teil dilletantisch, verzweifelt und naiv so manche Agentur versucht Kunden zu gewinnen. Hier die besten Erlebnisse:

zum Essen einladen
Sind wir nicht alle in einer Position wo wir uns unser Essen selbst bezahlen können? Haben wir nicht ohnehin zu wenig Zeit um all unsere Aufgaben zu erledigen? Also einfach "Essen gehen", das geht ja gar nicht ...

Serien eMail
"Sehr geehrte Damen und Herren, Wir sind, wir machen, sie müssen ..." - ich muß gar nichts und sowas raubt einfach nur Zeit!

mit Termin überrumpeln
"Also ich hätte kommende Woche am DI um 10:00 und am DO um 12:00 Zeit für ein Gespräch, was würde Ihnen besser passen?" - Netter Versuch aus dem Buch meine 202 besten Tipps für Verkäufer.

Gleich mal lügen
"Also Ihre Kollegin hat da einen Termin für Sie vereinbart und gemeint Sie haben hier dringenden Bedarf." Wird oft angewendet in großen Organisationen wo man vermutet, dass die Linke nicht weiß was die Rechte tut.

Am Schluß verriet er dann noch was aus seiner Perspektive sinnvoll wäre und Ihn schon oft dazu gebracht hat sich einen Dienstleister mal anzusehen:

Echten Mehrwert liefern
"Wir haben uns Ihre Aktivitäten näher angesehen und folgendes dabei erkannt." Wenn sich jemand Zeit nimmt um mir fundiert aufzuzeigen wo ich was besser machen könnte - da nehm ich mir Zeit für.

Ein persönlicher Brief
Keine Mail, kein schneller Anruf - ein fundierter Brief, gut geschrieben und persönlich unterzeichnet. Das differenziert, das schafft Aufmerksamkeit.

Ich saß in dem Termin, ich habe mich in so manchem jämmerlichen Versuch meiner Vergangenheit wiedererkannt - ich hab geistig mitnotiert und ich hab gelernt. Nicht oft hört man so offene Ansagen und so ehrlichen Input von Menschen in solchen Positionen. Danke!

Freitag, 22. Januar 2010
The german automotive company BMW is very active on Facebook, meanwhile maintaining a Facebook Page with more than 450.000 fans. In December 2009 the question was, how can we say thank you to our fantastic fans out there constantly posting pictures, feedback and showing their appreciation for the brand.

Therefore BMW diceded to show some of the best User generated Content on their Facebook site and put the content of the fans to the center of attention

Facebook-Marketing-BMW-Screen1
A XMAS-Tab was the entry point to the Application

Facebook-Marketing-BMW-Screen2
When clicking the image users found a collage of the best handpicked images out of +6.000 fan images

Facebook-Marketing-BMW-Screen3

Facebook-Marketing-BMW-Screen4
Users could pick one picture which they likes best and share it with their friends with some seasons greetings.

Furthermore some 1,000 Fans out of the +450,000 Fans worldwide where randomly picked and got a little thank you from BMW, a M Cap - and it seems users liked it a lot:

Fan-Picture-Facebook-Marketing-XMAS-2009-M-Cap

Montag, 21. Dezember 2009
Das wurde ich heute per eMail von einem Fachmedium in Deutschland gefragt - Experten sollten dazu Ihre Einschätzung in 500 Zeichen abgeben. Dem bin ich gerne nachgekommen:

Man könnte meinen Social Media löst alle kommunikativen Herausforderungen auf einen Schlag und das auch noch gratis. Tatsächlich ist es so, dass der rasante Erfolg von Plattformen wie Facebook, YouTube, Twitter & Co. die Rahmenbedingungen für Marketing nachhaltig und radikal verändert und solide Investitionen erfordert. Unternehmen tun gut daran diese Entwicklungen ernst zu nehmen und sich damit fundiert und strategisch auseinanderzusetzen. Social Media ist kein Quartsch – Quatsch ist das was oftmals mit sozialen Medien aus einem fehlenden Verständnis heraus gemacht wird.