daily
Freitag, 5. Februar 2010
Der oberösterreichische SPÖ Chef und Soziallandesrat Josef Ackerl meldet sich zu Wort und hat tolle Ideen:
"Bei Leuten mit einem Jahreseinkommen ab 350.000 Euro sollten sie [Anm.: Steuern] auf 60 bis 70 Prozent steigen."
Die Frage ist warum, wozu? Ackerl möchte daraus zusätzliche Mittel für den Arbeitsmarkt, die Beschäftigung zu lukrieren - und die Pflege.
Macht denn das Sinn, oder ist das Populismus? Oder gar falsch?
Wenn man sich die integrierte Lohn- und Einkommensstatistik der Statistik Austria von 2006 ansieht, dann erkennt man das Ackerl die Themen Arbeitsmarkt und Pflege ganze 5% des gesamten Steueraufkommens als den richtigen und relevanten Hebel ansieht (Annahme: 50% jenes Steueraufkommens der Einkommensbezieher von EUR +200.000,-). Dieser Vorschlag dient wohl eher um über eine Neiddebatte dem Verlangen nach Populismus gerecht zu werden.
Wie ist es denn eigentlich für Herrn und Frau Österreicher?
Wir haben heute eine Situation, wo durch Arbeit niemand mehr Wohlstand schaffen kann. Zur Erinnerung, seit 1.1.2009:
# 36,5 % für Einkommensteile zwischen 11.000 und 25.000 Euro jährlich
# 43,214 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro jährlich
Das heißt, wenn eine Mitarbeiterin die bisher EUR 1.300,- brutto im Monat verdiente (Jahresbrutto rd EUR 18.200,-) eine Gehaltserhöhung von EUR 100,- brutto bekommt dann gehen davon (unter Berücksichtigung von Sozialversicherung, usw) EUR 36,5 an den Staat. Sehr leistungsfördernd!
Noch schlimmer für alle ab EUR 25.000,- Jahresbrutto, das heißt für alle jene die mehr als EUR 1.785,- / Monat brutto verdienen!
Wer eine Leistungsgesellschaft will, der muß für Vermögenssteuern sein
Österreich ist bekannt für eine geringe soziale Mobilität und aus meiner Sicht ist die enorme Besteuerung von Arbeit einer der Hauptfaktoren dafür. Es lohnt sich einfach nicht zu arbeiten und Leistung zu erbringen, weil "eh nix überbleibt".
Stattdessen scheffeln die Rudolf Fries´, Veit Sorgers und Michael Gröllers dieses Landes obszöne Summen über mehr als fragwürdige Praktiken und Konstruktionen um die Erlöse steuerschonend in dafür geschaffenen Vehikeln zu parken.
Vermögen zu besitzen ist keine Leistung und Vermögen muß stärker besteuert werden, nicht Arbeit!
Das ist leider die kapitale Falle in die die SPÖ seit Jahren läuft. Eine Partei die offen und ehrlich für eine deutliche Vermögensbesteuerung eintritt und gleichzeitig die Steuern auf Arbeit senkt kann sich mit gutem Gewissen als Förderer einer leistungsgerechten Gesellschaft positionieren. In der Zwischenzeit betreibt die ÖVP weiterhin Ihre Klientelpolitik, ist in Ihrem Habitus weiter denn je von einer Leistungsgerechtigkeit entfernt aber hängt sich dennoch das Mäntelchen irgendwie um ohne irgendwas dafür zu tun.
Die Situation derzeit ist:
# Wer viel leistet zahlt viel
Wo wir hin sollten ist:
# Wer viel hat zahlt viel
Ich bin weder Sozialromantiker, noch Linkslinker, kein Kommunist und kein Profiteur des Sozialstaates - mir liegen ernsthafte Rahmenbedingungen für eine faire Leistungsgesellschaft am Herzen die Leistung fördert und soziale Mobilität zulässt und diese beiden Dinge führen nur über Vermögenssteuern.
Wann traut sich endlich wer drüber?
"Bei Leuten mit einem Jahreseinkommen ab 350.000 Euro sollten sie [Anm.: Steuern] auf 60 bis 70 Prozent steigen."
Die Frage ist warum, wozu? Ackerl möchte daraus zusätzliche Mittel für den Arbeitsmarkt, die Beschäftigung zu lukrieren - und die Pflege.
Macht denn das Sinn, oder ist das Populismus? Oder gar falsch?
Wenn man sich die integrierte Lohn- und Einkommensstatistik der Statistik Austria von 2006 ansieht, dann erkennt man das Ackerl die Themen Arbeitsmarkt und Pflege ganze 5% des gesamten Steueraufkommens als den richtigen und relevanten Hebel ansieht (Annahme: 50% jenes Steueraufkommens der Einkommensbezieher von EUR +200.000,-). Dieser Vorschlag dient wohl eher um über eine Neiddebatte dem Verlangen nach Populismus gerecht zu werden.
Wie ist es denn eigentlich für Herrn und Frau Österreicher?
Wir haben heute eine Situation, wo durch Arbeit niemand mehr Wohlstand schaffen kann. Zur Erinnerung, seit 1.1.2009:
# 36,5 % für Einkommensteile zwischen 11.000 und 25.000 Euro jährlich
# 43,214 % für Einkommensteile zwischen 25.000 und 60.000 Euro jährlich
Das heißt, wenn eine Mitarbeiterin die bisher EUR 1.300,- brutto im Monat verdiente (Jahresbrutto rd EUR 18.200,-) eine Gehaltserhöhung von EUR 100,- brutto bekommt dann gehen davon (unter Berücksichtigung von Sozialversicherung, usw) EUR 36,5 an den Staat. Sehr leistungsfördernd!
Noch schlimmer für alle ab EUR 25.000,- Jahresbrutto, das heißt für alle jene die mehr als EUR 1.785,- / Monat brutto verdienen!
Wer eine Leistungsgesellschaft will, der muß für Vermögenssteuern sein
Österreich ist bekannt für eine geringe soziale Mobilität und aus meiner Sicht ist die enorme Besteuerung von Arbeit einer der Hauptfaktoren dafür. Es lohnt sich einfach nicht zu arbeiten und Leistung zu erbringen, weil "eh nix überbleibt".
Stattdessen scheffeln die Rudolf Fries´, Veit Sorgers und Michael Gröllers dieses Landes obszöne Summen über mehr als fragwürdige Praktiken und Konstruktionen um die Erlöse steuerschonend in dafür geschaffenen Vehikeln zu parken.
Vermögen zu besitzen ist keine Leistung und Vermögen muß stärker besteuert werden, nicht Arbeit!
Das ist leider die kapitale Falle in die die SPÖ seit Jahren läuft. Eine Partei die offen und ehrlich für eine deutliche Vermögensbesteuerung eintritt und gleichzeitig die Steuern auf Arbeit senkt kann sich mit gutem Gewissen als Förderer einer leistungsgerechten Gesellschaft positionieren. In der Zwischenzeit betreibt die ÖVP weiterhin Ihre Klientelpolitik, ist in Ihrem Habitus weiter denn je von einer Leistungsgerechtigkeit entfernt aber hängt sich dennoch das Mäntelchen irgendwie um ohne irgendwas dafür zu tun.
Die Situation derzeit ist:
# Wer viel leistet zahlt viel
Wo wir hin sollten ist:
# Wer viel hat zahlt viel
Ich bin weder Sozialromantiker, noch Linkslinker, kein Kommunist und kein Profiteur des Sozialstaates - mir liegen ernsthafte Rahmenbedingungen für eine faire Leistungsgesellschaft am Herzen die Leistung fördert und soziale Mobilität zulässt und diese beiden Dinge führen nur über Vermögenssteuern.
Wann traut sich endlich wer drüber?
Montag, 1. Februar 2010
Nun weiß die Welt wie peinlich, weltfremd, sexistisch, ungebildet und fragwürdig das österreichische Bundesheer ist.
Natürlich wußte keiner was, gedacht hat sich keiner was dabei und überhaupt meinte Generalstabschef Entacher das Video sei nicht als ein offizielles Werbe-Video des Bundesheeres vorgestellt worden ... - is ja nur YouTube.
So peinlich das Video auch ist - das Vorbild aus der Ukraine ist dem Video aus Österreich in jeder Hinsicht zumindest was die handwerkliche Qualität angeht überlegen.
Gut zu wissen, was mit meinem Steuergeld so passiert.
Natürlich wußte keiner was, gedacht hat sich keiner was dabei und überhaupt meinte Generalstabschef Entacher das Video sei nicht als ein offizielles Werbe-Video des Bundesheeres vorgestellt worden ... - is ja nur YouTube.
So peinlich das Video auch ist - das Vorbild aus der Ukraine ist dem Video aus Österreich in jeder Hinsicht zumindest was die handwerkliche Qualität angeht überlegen.
Gut zu wissen, was mit meinem Steuergeld so passiert.
Donnerstag, 28. Januar 2010
Diese Einschätzung beruht auf einer persönlichen Erfahrung
Die Arbeitnehmerrechte sind in Deutschland deutlich weiter gefasst als in Österreich. Das ist für österreichische Unternehmen insofern eine Herausforderung, als es nicht so einfach und rechtens ist einen Mitarbeiter zu kündigen, der keine bzw. nicht die erwartete Leistung bringt. Aus meiner Sicht bringt eine dadurch erzwungene Immobilität am Arbeitsmarkt deutliche wirtschaftliche Nachteile.
Deutsche Unternehmen preisen also, so wurde mit erklärt, ein gewisses "Schmerzensgeld" mit ein um sich von Mitarbeitern zu trennen - um sich kostenintensive, nervenaufreibende und über Monate ergebnislose Auseinandersetzungen vor Arbeitsgerichten zu ersparen. Das ist natürlich fürs erste ungewöhnlich, weil dadurch der Rechtsstaat unterwandert wird.
Nun ist es so, dass es Teil einer Einigung sein kann, dass man sich auf ein "positives Arbeitszeugnis" einigt. Finde ich gut - schließlich soll ein ehemaliger Mitarbeiter nicht aus Emotion am falschen Fleck in einem schlechten Licht dargestellt werden.
Und dann bekommt man einen Entwurf eines solchen Zeugnis und weiß nicht ob man vor lauter Lachen oder Entsetzen vom Hocker fallen soll. Einen so eklatanten mismatch zwischen Selbst- und Fremdbild habe ich noch nie erlebt. Aber wie gesagt, es geht um eine Einigung und darum nicht noch mehr Zeit an eine verkorkste Seele zu verschwenden - aber seither weiß ich eines: es hüte sich jeder Arbeitgeber dafür Arbeitszeugnisse für bare Münze zu nehmen!
Die Arbeitnehmerrechte sind in Deutschland deutlich weiter gefasst als in Österreich. Das ist für österreichische Unternehmen insofern eine Herausforderung, als es nicht so einfach und rechtens ist einen Mitarbeiter zu kündigen, der keine bzw. nicht die erwartete Leistung bringt. Aus meiner Sicht bringt eine dadurch erzwungene Immobilität am Arbeitsmarkt deutliche wirtschaftliche Nachteile.
Deutsche Unternehmen preisen also, so wurde mit erklärt, ein gewisses "Schmerzensgeld" mit ein um sich von Mitarbeitern zu trennen - um sich kostenintensive, nervenaufreibende und über Monate ergebnislose Auseinandersetzungen vor Arbeitsgerichten zu ersparen. Das ist natürlich fürs erste ungewöhnlich, weil dadurch der Rechtsstaat unterwandert wird.
Nun ist es so, dass es Teil einer Einigung sein kann, dass man sich auf ein "positives Arbeitszeugnis" einigt. Finde ich gut - schließlich soll ein ehemaliger Mitarbeiter nicht aus Emotion am falschen Fleck in einem schlechten Licht dargestellt werden.
Und dann bekommt man einen Entwurf eines solchen Zeugnis und weiß nicht ob man vor lauter Lachen oder Entsetzen vom Hocker fallen soll. Einen so eklatanten mismatch zwischen Selbst- und Fremdbild habe ich noch nie erlebt. Aber wie gesagt, es geht um eine Einigung und darum nicht noch mehr Zeit an eine verkorkste Seele zu verschwenden - aber seither weiß ich eines: es hüte sich jeder Arbeitgeber dafür Arbeitszeugnisse für bare Münze zu nehmen!
Freitag, 22. Januar 2010
Heute wurde ich von einer geschätzten Leserin auf meine verminderten Blogaktivitäten aufmerksam gemacht. Ein Stachel im Fleisch!
Die Frequenz meiner Blogposts ist wirklich drastisch nach unten gegangen. Das hat zum einen damit zu tun, dass immer soviel zu tun ist und ich mir weniger Zeit zum bloggen nehme (oder zum Basketballspielen im Innenhof!). Weiters nütze ich Twitter sehr intensiv - dadurch gibt es weniger Bedarf sich via Blog mitzuteilen.
Dabei gäbe es so viele Dinge die mich beschäftigen, bewegen und wo ich Gedanken und Meinung dazu hätte - nur eben keine Zeit um drüber ausführlich zu schreiben.
Da gäbe es korrupte Kärntner Herrenbauern die dem Rechtsstaat auf der Nase herumtanzen, begeisternde österreichische Handballer bei der Heim EM die nostalgische Gefühle in mir wecken, Gedanken dazu warum Social Media nicht für jede/n geeignet ist, eine Flut von selbsternannten Experten oder Überlegungen wie man Unternehmen einen Return on Investment für Ihre Social Media Aktivitäten näherbringen kann ...
Ein weiterer Punkt einer gefühlten Unlust ist mein altes Kleid - das alte Kleid dieses Blogs in dem ich mich schon länger nicht mehr wohl fühle. Um interne Ressourcen für einen Relaunch bemühe ich mich gar nicht erst (Kundenprojekte gehen vor!) Gibts jemanden der mein Blog visuell relaunchen möchte? Bin für jede Hilfe dankbar ...
Die Frequenz meiner Blogposts ist wirklich drastisch nach unten gegangen. Das hat zum einen damit zu tun, dass immer soviel zu tun ist und ich mir weniger Zeit zum bloggen nehme (oder zum Basketballspielen im Innenhof!). Weiters nütze ich Twitter sehr intensiv - dadurch gibt es weniger Bedarf sich via Blog mitzuteilen.
Dabei gäbe es so viele Dinge die mich beschäftigen, bewegen und wo ich Gedanken und Meinung dazu hätte - nur eben keine Zeit um drüber ausführlich zu schreiben.
Da gäbe es korrupte Kärntner Herrenbauern die dem Rechtsstaat auf der Nase herumtanzen, begeisternde österreichische Handballer bei der Heim EM die nostalgische Gefühle in mir wecken, Gedanken dazu warum Social Media nicht für jede/n geeignet ist, eine Flut von selbsternannten Experten oder Überlegungen wie man Unternehmen einen Return on Investment für Ihre Social Media Aktivitäten näherbringen kann ...
Ein weiterer Punkt einer gefühlten Unlust ist mein altes Kleid - das alte Kleid dieses Blogs in dem ich mich schon länger nicht mehr wohl fühle. Um interne Ressourcen für einen Relaunch bemühe ich mich gar nicht erst (Kundenprojekte gehen vor!) Gibts jemanden der mein Blog visuell relaunchen möchte? Bin für jede Hilfe dankbar ...
Mittwoch, 23. Dezember 2009
rechtzeitig am 23.12.2009 eingetroffen, Briefpapier + Visitenkarten mit der neuen CI. Und so schauts aus:


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Montag, 30. November 2009
Heute morgen habe ich auf dem Weg ins Büro um 08:12 erstmals einen TESLA auf österreichischen Straßen gesehen, mitten im 18. Bezirk. Hier der Beweis:


Sonntag, 8. November 2009
In mancher Beziehung geht es auch mir so wenn ich versuche die aktuellen StudentInnen Proteste zu verstehen. Wobei das Problem darin liegt dort eine Lösung finden zu wollen, wo einfache Lösungen längst nicht mehr erreichbar sind - einfacher und der richtige erste Schritt wäre wohl das Annehmen des Ärgers der StudentInnen.
Peter Purgathofer, Forscher an der Fakultät für Informatik der TU Wien und einer der ersten und intensivsten Nutzer der TU Wien Weblogplattform, hat dazu einen hervorragenden Artikel im Standard geschrieben, der mir viele Erkenntnisgewinne brachte. Er schreibt unter anderem:
Ihre organisatorische Substanz bezieht die Bewegung aus den Netzwerken und Möglichkeiten, die durch "Social Software" geschaffen wurden [...]
Ihr Wesensmerkmal: ein komplett geändertes Verständnis von sozialer Interaktion, möglich gemacht durch die Allgegenwart mobiler Kommunikationsgeräte (die diesen Trend mehr und mehr reflektieren) und durch die Entwicklung neuerer Kommunikationsangebote im Internet. Sie zu verstehen, ohne Teil davon zu sein, ist mittlerweile nahezu ausgeschlossen. Was sich nicht zuletzt auch darin manifestiert, dass die zentralen Ausdrucksformen dieses "Untergrunds" von außen/oben regelmäßig lächerlich gemacht (Youtube), kriminalisiert (Austausch digitaler Medien) oder beschimpft werden (Computerspiele). [...]
Nur in einem mühsamen und vergleichsweise langsamen Prozess hat man zu gemeinsamen Forderungen gefunden, die sich offenkundig auch noch fast täglich ändern; ein konzertiertes Auftreten scheint nicht nur schwierig, sondern nahezu unmöglich zu ein. - Man mag das auf mangelnde Kompatibilität zwischen "neuen" und "alten" Ausdrucks- und Verhandlungsformen zurückführen, im Endeffekt bleibt der dominierende Eindruck einer alles durchdringenden Heterogenität. [...]
Ich bin beeindruckt mit welcher Empathie und doch auch kritischer Distanz Purgathofer über diese Entwicklungen schreibt. Sehr erhellend, sehr hilfreich - danke!
Peter Purgathofer, Forscher an der Fakultät für Informatik der TU Wien und einer der ersten und intensivsten Nutzer der TU Wien Weblogplattform, hat dazu einen hervorragenden Artikel im Standard geschrieben, der mir viele Erkenntnisgewinne brachte. Er schreibt unter anderem:
Ihre organisatorische Substanz bezieht die Bewegung aus den Netzwerken und Möglichkeiten, die durch "Social Software" geschaffen wurden [...]
Ihr Wesensmerkmal: ein komplett geändertes Verständnis von sozialer Interaktion, möglich gemacht durch die Allgegenwart mobiler Kommunikationsgeräte (die diesen Trend mehr und mehr reflektieren) und durch die Entwicklung neuerer Kommunikationsangebote im Internet. Sie zu verstehen, ohne Teil davon zu sein, ist mittlerweile nahezu ausgeschlossen. Was sich nicht zuletzt auch darin manifestiert, dass die zentralen Ausdrucksformen dieses "Untergrunds" von außen/oben regelmäßig lächerlich gemacht (Youtube), kriminalisiert (Austausch digitaler Medien) oder beschimpft werden (Computerspiele). [...]
Nur in einem mühsamen und vergleichsweise langsamen Prozess hat man zu gemeinsamen Forderungen gefunden, die sich offenkundig auch noch fast täglich ändern; ein konzertiertes Auftreten scheint nicht nur schwierig, sondern nahezu unmöglich zu ein. - Man mag das auf mangelnde Kompatibilität zwischen "neuen" und "alten" Ausdrucks- und Verhandlungsformen zurückführen, im Endeffekt bleibt der dominierende Eindruck einer alles durchdringenden Heterogenität. [...]
Ich bin beeindruckt mit welcher Empathie und doch auch kritischer Distanz Purgathofer über diese Entwicklungen schreibt. Sehr erhellend, sehr hilfreich - danke!
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Freitag, 23. Oktober 2009
Die Grünen stellen sich einem offenen Diskussionsprozeß der auch das Potential der aktiven Websuer miteinbezieht.
Nicht lange warten muß man danach auf geifernde Haßaussendungen vom österreichischen Reserveg*bbels Herbet Kickl der da meint:
"Der angestrebte Idealzustand der GrünInnen ist laut der vorgelegten Thesen die radfahrende, vegetarische, arbeitslose Lehrerin mit Migrationshintergrund, die täglich einen Pullover für den Weltfrieden strickt"
Auch wenn diese krude These, die wohl zu vielen hintereinander bestellten und konsumierten "3 Bier" entspringt, so richtig sein sollte - das ist mir doch definitiv lieber als der angestrebte Idealzustand der FPÖ:
Ein mit Springerstiefeln und geringem Bildungsniveau ausgestatteter Modernisierungsverlierer der mit Bierfahne und Übergewicht daheim seine Frau schlägt und dem Staat die Schuld an seinem selbstgewählten Elend gibt um sich unter der Führung eines "starken Mannes" seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe an den Schwachen der Gesellschaft abzureagieren?
Merke: Klischees gibts überall. Den Breichreiz über Kickl stoppt es nicht.
Nicht lange warten muß man danach auf geifernde Haßaussendungen vom österreichischen Reserveg*bbels Herbet Kickl der da meint:
"Der angestrebte Idealzustand der GrünInnen ist laut der vorgelegten Thesen die radfahrende, vegetarische, arbeitslose Lehrerin mit Migrationshintergrund, die täglich einen Pullover für den Weltfrieden strickt"
Auch wenn diese krude These, die wohl zu vielen hintereinander bestellten und konsumierten "3 Bier" entspringt, so richtig sein sollte - das ist mir doch definitiv lieber als der angestrebte Idealzustand der FPÖ:
Ein mit Springerstiefeln und geringem Bildungsniveau ausgestatteter Modernisierungsverlierer der mit Bierfahne und Übergewicht daheim seine Frau schlägt und dem Staat die Schuld an seinem selbstgewählten Elend gibt um sich unter der Führung eines "starken Mannes" seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe an den Schwachen der Gesellschaft abzureagieren?
Merke: Klischees gibts überall. Den Breichreiz über Kickl stoppt es nicht.
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Dienstag, 20. Oktober 2009
Am SO Abend war ich eigentlich positiv überrascht, wie konstruktiv und einigermaßen vernünftig die Debatte im Zentrum verlaufen ist (auch wenn ich über die ersten 30-40min nicht hinauskam).
Neben den Pensionistenvertretern Karl Blecha und Andreas Kohl waren IV Generalsekretär Markus Beyrer, die Grüne Marie Ringler, der Pensionsexperte Wolfgang Mazal und Wolfgang Moitzi als Vertreter der SJ.
Wider der Eigenständigkeit
Wütend macht mich dabei ein Herr Moitzi, wo man sich ernsthaft fragen muß mit welcher Berechtigung dieser Mensch in der Gesprächsrunde sitzt. Allen Ernstes fordert er den Trend zur privaten Pensionsvorsorge zu unterbinden und "das Vertrauen der jungen Menschen in unser staatliches Pensionssystem zu stärken". Kein vernünftig denkender Mensch meiner Generation rechnet ernsthaft damit auch nur annähernd über eine staatliche Pension das zurückzubekommen was man in den kommenden 30 bis 40 Jahren einzahlt. Um zu dieser Annahme zu kommen muß man kein großer Finanzmathematiker vor dem Herrn sein. Was also nützt mir Vertrauen in etwas, das nur deshalb nicht angepasst, repariert und überholt wird weil Politiker Angst davor haben viele Wählerstimmen von betroffenen Pensionistinnen zu verlieren.
Ich persönlich finde die Situation auch gar nicht sonderlich unfair. Wir blicken heute auf eine der am längsten andauernden Friedensperioden der Geschichte Mitteleuropas zurück (65 Jahre) in der enormer Wohlstand aufgebaut wurde (Sachwerte und Kapital). Das selbe Glück hatte die Generation der heutigen PensionistInnen nicht. Es scheint daher nur Recht und billig es unserer Generation zuzumuten, zusätzlich für sich selbst vorzusorgen. Man sollte das nur offen und ehrlich sagen und die Menschen nicht mit Lügen abspeisen.
Mangelnde Flexiblilität am Arbeitsmarkt
Christoph Chorherr spricht konkret über das Problem der steigenden Vorruhestände bzw. dem sinkenden Pensionsantrittsalter und ich kann Ihm nur Recht geben. Aus sozialer und auch menschlicher Sicht ist das in hohem Maße problematisch und eine Zerstörung des Kitt unserer Gesellschaft - gemeinsam arbeitende Menschen unterschiedlicher Generationen sind die Grundlage für wechselseitigen Respekt und Wertschätzung.
Doch warum funktioniert das nicht? Aus meiner Sicht, weil unser Arbeitsmarkt nach wie vor vielfach Arbeitskraft falsch einschätzt und einstuft. Unser System der Kollektivverträge treibt Gehälter (auch) dort künstlich in die Höhe wo es wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist. Zusätzlich gibt es eine geringe Mobilität im Arbeitsmarkt, kaum Flexibilität - den Ausweg daraus sieht man unter anderem beim ORF. Hier stimme ich Christoph Chorherr nicht zu - gerade beim ORF handelt es sich vielfach um "weiße Elefanten" die unglaubliche Privilegien genießen die Hohn und Spott für die prekären Arbeitsverhältnisse der nachkommenden ORFler sind (O-Ton eines jungen ORF-lers der mir selbiges hinterlegt mit den konkreten Zahlen berichtete).
Die selbstauferlegte Starre ist die Hürde und sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Neben den Pensionistenvertretern Karl Blecha und Andreas Kohl waren IV Generalsekretär Markus Beyrer, die Grüne Marie Ringler, der Pensionsexperte Wolfgang Mazal und Wolfgang Moitzi als Vertreter der SJ.
Wider der Eigenständigkeit
Wütend macht mich dabei ein Herr Moitzi, wo man sich ernsthaft fragen muß mit welcher Berechtigung dieser Mensch in der Gesprächsrunde sitzt. Allen Ernstes fordert er den Trend zur privaten Pensionsvorsorge zu unterbinden und "das Vertrauen der jungen Menschen in unser staatliches Pensionssystem zu stärken". Kein vernünftig denkender Mensch meiner Generation rechnet ernsthaft damit auch nur annähernd über eine staatliche Pension das zurückzubekommen was man in den kommenden 30 bis 40 Jahren einzahlt. Um zu dieser Annahme zu kommen muß man kein großer Finanzmathematiker vor dem Herrn sein. Was also nützt mir Vertrauen in etwas, das nur deshalb nicht angepasst, repariert und überholt wird weil Politiker Angst davor haben viele Wählerstimmen von betroffenen Pensionistinnen zu verlieren.
Ich persönlich finde die Situation auch gar nicht sonderlich unfair. Wir blicken heute auf eine der am längsten andauernden Friedensperioden der Geschichte Mitteleuropas zurück (65 Jahre) in der enormer Wohlstand aufgebaut wurde (Sachwerte und Kapital). Das selbe Glück hatte die Generation der heutigen PensionistInnen nicht. Es scheint daher nur Recht und billig es unserer Generation zuzumuten, zusätzlich für sich selbst vorzusorgen. Man sollte das nur offen und ehrlich sagen und die Menschen nicht mit Lügen abspeisen.
Mangelnde Flexiblilität am Arbeitsmarkt
Christoph Chorherr spricht konkret über das Problem der steigenden Vorruhestände bzw. dem sinkenden Pensionsantrittsalter und ich kann Ihm nur Recht geben. Aus sozialer und auch menschlicher Sicht ist das in hohem Maße problematisch und eine Zerstörung des Kitt unserer Gesellschaft - gemeinsam arbeitende Menschen unterschiedlicher Generationen sind die Grundlage für wechselseitigen Respekt und Wertschätzung.
Doch warum funktioniert das nicht? Aus meiner Sicht, weil unser Arbeitsmarkt nach wie vor vielfach Arbeitskraft falsch einschätzt und einstuft. Unser System der Kollektivverträge treibt Gehälter (auch) dort künstlich in die Höhe wo es wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist. Zusätzlich gibt es eine geringe Mobilität im Arbeitsmarkt, kaum Flexibilität - den Ausweg daraus sieht man unter anderem beim ORF. Hier stimme ich Christoph Chorherr nicht zu - gerade beim ORF handelt es sich vielfach um "weiße Elefanten" die unglaubliche Privilegien genießen die Hohn und Spott für die prekären Arbeitsverhältnisse der nachkommenden ORFler sind (O-Ton eines jungen ORF-lers der mir selbiges hinterlegt mit den konkreten Zahlen berichtete).
Die selbstauferlegte Starre ist die Hürde und sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Montag, 19. Oktober 2009
Kennt Ihr das? Ein Hemd anziehen, bei den Schultern passts nur rund um die Taille wie ein Kartoffelsack und viel zu weit. Reinstopfen in die Hose und nicht wissen wohin mit dem ganzen Stoff? Ich hasse es. Das traurige Los der nicht Übergewichtigen in deutschsprachigen Breitengraden. Gilt genauso für Anzüge/Sakkos.
Seit meiner Jogi Löw Hemd Erfahrung geneiße ich taillierte gut geschnittene Hemden und habe an den anderen keine Rechte Freude mehr.
Doch es gibt Rettung - ich habe an der Ecke Kreuzgasse/Sommarugagasse in 1180 Wien einen Schneider gefunden!
Er wurde mir von einem Freund empfohlen, der sich dort alle Hemden tailliert schneidern lässt. Ich hab Ihn kürzlich ausprobiert und am vergangenen FR meine ersten 3 Hemden und 2 Sakkos abgeholt. Das Ergebnis ist mehr als überzeugend.
Alle Hemden herrlich tailliert, sowohl auf der Seite als auch am Rücken schön genäht, die Sakkos fantastisch (es waren wunderbare italienische Sakkos). Der Schneider hat mir erzählt, dass er vor seiner Selbständigkeit jahrelang bei Knize u einem andere Maßschneider im 1. Bezirk gearbeitet hat.
Seine Preise sind Kampfpreise - pro Hemd EUR 15,- und die Sakkos waren je nach Änderung bei EUR 30 und EUR 40,-. Bei hochwertigen Hemden die man gerne mag, lohnt sich das in jedem Fall ich hab mir zB ein 7 Jahre altes Paul Shark Hemd (daus aussieht wie neu) umnähen lassen und bin sehr happy damit.
Ich kann diesen Schneider nur wämrstens empfehlen!
Seit meiner Jogi Löw Hemd Erfahrung geneiße ich taillierte gut geschnittene Hemden und habe an den anderen keine Rechte Freude mehr.
Doch es gibt Rettung - ich habe an der Ecke Kreuzgasse/Sommarugagasse in 1180 Wien einen Schneider gefunden!
Er wurde mir von einem Freund empfohlen, der sich dort alle Hemden tailliert schneidern lässt. Ich hab Ihn kürzlich ausprobiert und am vergangenen FR meine ersten 3 Hemden und 2 Sakkos abgeholt. Das Ergebnis ist mehr als überzeugend.
Alle Hemden herrlich tailliert, sowohl auf der Seite als auch am Rücken schön genäht, die Sakkos fantastisch (es waren wunderbare italienische Sakkos). Der Schneider hat mir erzählt, dass er vor seiner Selbständigkeit jahrelang bei Knize u einem andere Maßschneider im 1. Bezirk gearbeitet hat.
Seine Preise sind Kampfpreise - pro Hemd EUR 15,- und die Sakkos waren je nach Änderung bei EUR 30 und EUR 40,-. Bei hochwertigen Hemden die man gerne mag, lohnt sich das in jedem Fall ich hab mir zB ein 7 Jahre altes Paul Shark Hemd (daus aussieht wie neu) umnähen lassen und bin sehr happy damit.
Ich kann diesen Schneider nur wämrstens empfehlen!
