About
books
business
cooking
daily
fun
movies
new blogs
Spruch
Trips
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
header1

 
daily
Dienstag, 18. November 2008
Wieden, das ist der 4. Wiener Gemeindebezirk und den kenn ich sehr gut, weil ich bis zu meinem 8 Lebensjahr an der Grenze Margareten/Wieden aufgewachsen bin.

Gestern Abend genoß ich einen wunderbaren Abend in Wieden, bei Sebastiano, einem Italiener den ich wärmstens empfehlen kann. Ich folgte der Empfehlung des Chef mit gratinierten Jakobsmuscheln und danach Calamari (butterweich!) mit Blattsalaten. Auch das Risotto (mit Frühlingszwiebeln, Zuckererbsen und Kürbis) mit Garnelen war hervorragend und das Tiramisu ein gelungener Abschluß.

Den Abend verbrachten wir mit Elisabetta (die ich in Turin kennen gelernt habe) und Ihrem Mann sowie 2 Freunden von Ihr die kurzfristig dazukamen. Also eine buntgemischte Runde von Leuten die sich kaum kannten. Alle (außer uns) hatten extrem internationale Jobs und wir hörten interessante Geschichten von Port au Prince/Haiti, Sierra Leone, Nordkorea, Tokio/Japan, Tehran/Iran, Weißrussland und vielen Ländern mehr.

Ja mehr noch, wir hatten sehr viel Spaß, aßen, tranken und lachten. Man hatte das Gefühl die Welt sei zu Gast an einem Tisch bei einem kleinen netten Italiener in Wien/Wieden und am Ende des Abend gingen wir als Freunde und versicherten uns einen Abend wie diesen bald zu wiederholen. Sehr sehr gerne!

Montag, 17. November 2008
Vor kurzem bekam ich ein eMail von jemandem der mich darüber informierte, dass er seine Nierentransplantation twittert. Für Familie, Freunde und Arbeitskollegen.

Nierentranplantation-via-twitter

Wow. Im ersten Moment fand ich das befremdlich - dann bewundernswert. Die persönliche Situation in so einem Fall ist verdammt schwer und ich hoffe ich komme nie in eine solche.

Dann aber so offensiv damit umzugehen ringt mir Respekt ab. Alle zugehörigen Posts dazu gibt es unter #andinieren. Interessant fände ich das ganze von der qualitativen Seite her. Wie gehts dem Betroffenen damit, bekommt er Feedback dazu und wenn ja welches? Wie gehts dem Umfeld damit und haben die dadurch die Chance gefühlt näher dran zu sein? Gibts durch den twitter channel mehr oder weniger perönliche Besuche als ohne? Allerhand Fragen für eine schöne Untersuchung.

Letzte Frage - wäre sowas wie Twitter nicht auch im Gesundheitswesen in der Arzt - Patienten Beziehung einzusetzen?

Mittwoch, 12. November 2008
erzeugt das Rumgefummel kurz vorm Abflug. Gestern in Frankfurt. Ungefähr 10 Leute haben die Handies gezückt und fotografiert ... Is alles gut gegangen.

Triebwerk-Lufthansa

Dienstag, 4. November 2008
To all my US friends - do the right thing and show the world Yes we can!


Dienstag, 28. Oktober 2008
Lasst uns eine Abstimmung machen. Ich habe zwei Vorschläge betreffend dem Unwort des Jahres 2008:

Das-Unwort-des-Jahres-2008-Abstimmung-Usance-vs-Lebensmensch

Vorschlag No.1: Usance
Wenn es wahr ist, dann wird heute im österreichischen Parlament einer Usance Folge geleistet - die drittstärkste Partei der Nationalratswahlen ist demnach berechtigt den 3. Nationalratspräsidenten zu nominieren und dieser wird auch gewählt. Es handelt sich dabei um den Abgeordneten Martin Graf der FPÖ der als Mitglied der als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft Olympia von einzelnen Mandataren bzw. Parteien (die Grünen) abgelehnt wird.

Dazu definiert Wikipedia:

Eine Usance (französ. Brauch; auch Usanz) ist ein Handelsbrauch, der im Handel zwischen Geschäftsleuten in einem gesetzlich begrenzten Gebiet (z. B. Österreich) und bzw. oder in einer bestimmten Branche (z. B. Holzhandel) angewandt wird.

Vorschlag No.2: Lebensmensch

Dieses Wort wurde medienwirksam verbrannt. Auf Jahre hinaus wird es unmöglich beim Heiratsantrag, bei der Hochzeit, beim Liebsschwur seinem Liebsten oder seiner Liebsten zu sagen: Schatz, du bist mein Lebensmensch! Das erst seit kurzem, als sich eine Reihe von BZÖ Politikern geschlossen, allen voran Protege Stefan Petzner und Stoßstangenakrobat Peter "Hojac" Westenthaler dazu entschlossen haben Ihren verstorbenen Parteivorsitzenden Dr. Jörg Haider als Ihren Lebensmenschen zu bezeichnen. Das Wort stößt sichtlich auch in Deutschland auf offene Fragen. Gültige bzw. gängige anerkannte Definition konnte ich bisland keine finden.

Schreiten wir zur Abstimmung:

Das Unwort des Jahres 2008
Welches der beiden Worte sollte deiner Meinung nach zum Unwort des jahres 2008 gewählt werden?

Usance
Lebensmensch

  Resultate

Sierra, 09:02h.


Mittwoch, 8. Oktober 2008
Vor kurzem ging eine Bank mit sperrigem Namen in Österreich an den Start - Die Kaupthing Bank. Wer weiß ob sich die österreichische Werbeagentur St Stephens über diesen Etat noch freuen kann? Man wirbt mit dem Slogan:

Wir können Ihnen keinen Kaffee anbieten. Aber 4,85% Zinsen
Die Kaupthing Bank beschreibt sich selbst:

Die Kaupthing Bank war in den vergangenen Jahren eine der am schnellsten wachsenden Finanzgruppen Europas. Ermöglicht wurde die Expansion der Bank durch solides organisches Wachstum und eine Anzahl strategischer Übernahmen.

Kaupthing-Bank-Kapitalflucht

Dieses schön konstruierte Bild gerät ins Wanken angesichts der katastrophalen Situation vor der der isländische Staat aktuell steht und worüber die Weltwirtschaftspresse geschlossen schreibt:

Alles oder nichts: Nach diesem Motto versucht die isländische Regierung die dramatische Krise des Finanzsystems des kleinen Landes doch noch abzuwenden (...) Der größte Finanzdienstleister auf Island, Kaupthing, erhielt eine Finanzspritze in Höhe von 500 Mio. Euro.
so schreibt das Handelsblatt in Deutschland.

Die Ratingagentur Fitch hat das Kreditrating von Kaupthing am gestrigen Dienstag herabgestuft und die übrigen Bonitätsstufen auf negativen Ausblick gestellt.
schreibt derStandard.at am 1. OKT

Marktführer Kaupthing bestreitet, dass er ebenfalls vor einer Staatsübernahme stehe. Für die Anlagen österreichischer Sparer, die sich von Kaupthings Hochzinsangeboten locken ließen, gilt übrigens noch die alte isländische Garantie: Deren Einlagen sind demnach mit bis zu 20.887 Euro gesichert.
schreibt diePresse.com am 7. OKT.

Die Krise in Island scheint also hausgemacht:

Denn Island hat die kleinste selbstständige Währung der Welt und den im Vergleich zum Bruttosozialprodukt größten Finanzsektor, und das ist keine günstige Kombination in Krisenzeiten. (...) Dabei war es die Liberalisierung des Bankenwesens in den Neunzigerjahren, die der Branche einen beispiellosen Aufschwung brachte. Die Großbanken expandierten mit aggressiver Kreditpolitik ins Ausland. Heute ist ihr Geschäftsvolumen zehnmal so groß wie Islands Sozialprodukt. „In einem großen Land wären sie zu groß, um pleitegehen zu können. In Island sind sie zu groß, als dass der Staat sie retten kann“, stellte die Zeitung „Aftenposten“ fest.
Und wie so oft haben in guten Zeiten die Unternehmen die Gewinne eingesackt, während nun die Verluste am Rande des drohenden Bankrotts gerne sozialisiert werden.

Interessant in Zeiten wie diesen ist auch die Tatsache, dass die Website der Kaupthing Bank in Österreich ein reiner Informationsfolder ist. Kommuniziert wird nicht. Auch nicht angesichts des katastrophalen Umfelds - anscheinend besteht kein Bedarf, sondern es wird weiter Werbung für 4,85% Zinsen gemacht ...

Somit schließen wir mit den Worten des isländischen Ministerpräsidenten Haarde: Gott segne Island.

Update 09.10.2008 um 18:33:

Der liebe Gott scheint kein Mitleid zu haben, denn folgendes sind die neuesten infos:

Am Donnerstag kam der Paukenschlag: Die Regierung hat mit Kaupthing auch die letzte der drei isländischen Großbanken verstaatlicht. Einarsson und seine Manager wurden gefeuert. Die Finanzinspektion hat die Führung der Großbank übernommen. Isländischen Kunden garantiert man die Einlagen zu hundert Prozent. Inwieweit diese auch für die deutschsprachigen Raum garantiert werden könne, ließ Sprecherin Raquel Díaz offen. "Wir können zurzeit einfach nichts darüber sagen" , erklärte sie. (...)

Damit Gelder, die bei Auslandstöchtern von Kaupthing liegen, nicht verschoben werden können, haben die Finanzmarktaufsichten in Österreich, Deutschland und Finnland die lokalen Kaupthing-Konten eingefroren. Kunden können daher im Moment weder Konten eröffnen noch auf ihre Einlagen zugreifen.

es handelt sich angeblich um rund 200 bis 300 Sparer mit insgesamt rund EUR 3 Mio Einlagen.

Montag, 29. September 2008
Ein aus meiner Sicht katastrophales Wahlergebnis für Österreich brachte der gestrige Wahlsonntag. Kurz zusammengefasst: Die SPÖ verliert mehr als 5% und bleibt stimmenstärkste Partei, die ÖVP erleidet eine historische Niederlage, verliert über 8% und landet bei rund 25%. Die FPÖ gewinnt enorm hinzu und erreicht 18%, das BZÖ übertrifft alle Erwartungen und landet bei 11%. Die Grünen erreichen knapp 10% verlieren gegenüber den letzten Wahlen und wandern von Platz 3 auf Platz 5.

Das Ergebnis bringt in den Themen Migrationspolitik, Frauen, Inneres & Sicherheit, etc. einen bestürzenden Rechtsruck. Wirtschaftspolitisch gesehen gibt es einen klaren Linksruck - die SPÖ traditionell, neuerdings aber auch die FPÖ und das BZÖ stehen für wirtschaftliche Konzepte im Sinne von "Deficit spending".

Was gibt es unter Beobachtung der ersten Reaktionen zu den einzelnen Parteien zu sagen?

SPÖ
Was vor 2,5 Monaten als unmöglich galt ist eingetreten, die SPÖ ist stimmenstärkste Partei - das ist ein klarer Sieg für Faymann. Die SPÖ hat Stimmen verloren, hat Ihr historisch schlechtestes Ergebnis seit 1945. Angesichts der parteiinternen Konflikte, des internen Erneuerungsprozesses aber ein achtbares Ergebnis. In der Analyse nach der Wahl gab sich Faymann gewohnt konstruktiv und versprach bei seinen Ansagen (keine Koalition mit FPÖ + BZÖ) zu bleiben.

ÖVP
Eine Partei von der man sich auf Basis der historischen wirtschaftspolitischen Kompetenz als Unternehmer gut vertreten fühlen müsste wurde massiv abgestraft. Ich finde das gut und hoffe es dient der inneren Reinigung (die SPÖ hat das vor der Wahl erledigt!). Das Team um Molterer, geschlossen Überbleibsel aus der Ära Schüssel ist überfällig und untragbar. Der Wahlkampf war inhaltlich, wie formal eine Katastrophe, der Spitzenkandidat uncharismatisch, menschenfern und sichtlich beratungsresistent. In der Analyse nach der Wahl wünscht man sich nur diese Realitätsverweigerung eines Herrn Molterer nicht mehr lange ertragen zu müssen.

FPÖ
Bietet ein polternder Politrüpel mit simplen Sprüchen für komplexe Probleme eine so große Identifikationsfläche für Herrn und Frau Österreicher? Das mag gut sein. Ein Teil an Protestwählern wird auch dabei sein - den Anteil würde ich aber nicht überschätzen. Bestes Abschneiden bei Jung- und Erstwählern. Ein starkes Indiz für viele zukunftsängstliche schlecht ausgebildete junge Menschen die Ihre Verantwortung lieber einem scheinbar starken "Führer" anvertrauen anstatt positiv Ihre Zukunft in einer globalisierten Welt zu gestalten. Ein Argument für mehr Investition in Bildung!

BZÖ
Das schillerndste Politchamäleon der letzten 30 Jahre österreichische Politik hat es wieder einmal geschafft. Jörg Haider betonte seine Sachpolitik in Kärnten, gab sich sehr staatsmännisch und grenzte sich klar von seinen jungen Tagen ab. Damit und mit klassischen nationalistischen Inhalten war man neben FPÖ Gewinner der Wahl.

Die Grünen
Einmal mehr schlechter als die Umfragen. Schon im Wahlkampf hat man es nicht geschafft inhaltlich pointiert und vereinfacht die täglichen Sorgen der Wähler anzusprechen. Mediale Aufmerksamkeit erzielte man lediglich im Engagement für radikale Tierschützer. Spitzenkandidat van der Bellen ist zwar fachlich und menschlich über jeden Zweifel erhaben, aber medial nicht aus dieser Zeit. Extrem enttäuschend war die erste Reaktion von Wahlkampfleiterin Sburny die nicht in der Lage war auszusprechen, dass dieses Ergebnis eine herbe Enttäuschung und eine Niederlage war. Sehr selbstgefällig und realitätsverweigernd flüchtet sie sich in Ausreden. Auch bei den Grünen wird es Zeit für neue Leute die hungrig sind mehr zu erreichen als die üblichen 9-10%.

Aus meiner Sicht hat den Grünen etwas entscheidendes gefehlt - Aggressivität. Ein Begriff der oft vorschnell einseitig als "schlecht & böse" deklariert wird. Hergeleitet von aggredere (lat.herangehen, vorwärtsgehen) ist Aggressivität (positiv und konstruktiv eingesetzt) sehr wichtig und notwendig wenn es darum geht sich für Überzeugungen und Positionen einzusetzen. Einmal mehr sind die Grünen sichtlich geschlossen zu brav, zu lieb und teilweise zu naiv um sich im medialen Haifischbecken eines Wahlkampfs durchzusetzen. Ich persönlich hätte die Grünen sehr gerne bei den erhofften 15% als gestaltende Kraft in Österreich gesehen!

Damit endlich einmal schwarz-grün möglich wird müssen sich beide Parteien enorm entwickeln, die derzeit größeren Hausaufgaben aufgrund der Trägheit des Apparats haben aber eindeutig die Schwarzen.

Donnerstag, 25. September 2008
Gestern gab es großes Wahlkampfgetöse im Parlament und unter anderem wurden in einem Akt letztklassigen Populismus die Studiengebühren abgeschafft.

Die Damen und Herren die das beschlossen haben waren wohl noch nie oder schon Jahrzehnte nicht mehr auf einer Universität. Ich habe mein Studium an der WU-Wien vor knapp 4 Jahren abgeschlossen. Schon damals waren die Betreuungsverhältnisse eine Katastrophe - teilweise mehrere hundert Menschen und 1 Vortragender ... Genauso Engpässe bei Prüfungen, Diplomarbeitsbetreuungen usw.

Ein großer Teil der Studenten an der WU Wien hatte nicht das geringste Interesse an diesem Studium aufgebracht und hat all jene die interessiert waren und zügig studiert haben aufgehalten. Ich habe unzählige Prüfungen erlebt wo Prüfungstermine einfach nicht wahrgenommen wurden.

Ich habe 1 Semester an der GSM der UCI studiert - wo zigtausende Dollar Studiengebühren zu zahlen sind. Dort gab es ausschließlich hochmotivierte und ambitionierte Studenten. Jede Gruppenarbeit war eine Freude und hat Spaß gemacht. Das Betreuungsverhältnis war großartig. Jeder Absolvent hat tolle Jobaussichten.

Wir schaffen gerade Universitäten 2. Klasse an denen Nivellierung nach unten erfolgreich implementiert ist. In Zukunft ist ein Studienabschluß in Österreich nichts mehr wert und für den Arbeitsmarkt nicht mehr einschätzbar. Darunter leiden vor allem ambitionierte junge Menschen.

Ich hätte für folgendes plädiert:

* eine deutliche Anhebung der Studiengebühren.

* Die Mittel daraus zweckgebunden den Unis zur Verfügung gestellt.

* Weiters massive Mittelerhöhung für die Unis in Österreich in Richtung schweizer Verhältnisse.

* Ausbau der Finanzierungmöglichkeiten des Studiums für sozial schwache Studenten durch zinsenfreie Darlehen.

Mittwoch, 24. September 2008
Flyer-Ausstellungseroeffnung-Fenster-C-am-08-10-2008

Herzliche Einladung zur Eröffnungsausstellung des Kunstraums Fenster C. !
If You Like Platin, Love Scenes on a Screen.
Malerei, Installation, Video am 8. Oktober 2008, ab 19 Uhr

Karina Bruckner, Luisa Kasalicky, Mathias Pöschl, Bernhard Rappold, Carlos Vasconcelos, Paul Wagner

8.- 14. Oktober 2008 nach Vereinbarung
unter +43 650 59 33 466
Fenster C., Canisiusgasse 13, 1090 Wien

Disclaimer: Werbung für eine Ausstellung von meinem Bruder!

Dienstag, 26. August 2008
sogenannte Fans haben einmal mehr für einen Eklat beim 286. Wiener Derby gesorgt. Eine Aussage von Bundesligavorstand Georg Pangl verstört dabei:

"Heutzutage werden diese Böller auch im Intimbereich von Frauen ins Stadion transportiert."
Das ist nicht sein Ernst? Wie bekommt das eigentlich die Premier League hin, die keine Zäune und totale Fan Nähe hat - und trotzdem nicht solche Zwischenfälle ...

Austria-Fussball-Fans-